23.01.2019
Vortrag zum Volksbegehren "Artenvielfalt"

FREIE WÄHLER Hirschau veranstalten Informationsabend zu dem Volksbegehren "Rettet die Bienen"

„Summ, summ, summ Bienchen kumm niad um“. Mit selbstgedichteten Strophen zum gleichnamigen Kinderlied begrüßten die Freien Wähler Hirschau im vollbesetzten Schlosstreff die Besucher der Infoveranstaltung zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Auf Anregung von Stadträtin Gitte Groher haben sich beim vorangegangenen FW Stammtisch alle Anwesenden spontan für einw Unterstützung des Volksbegehrens, das von der ÖDP initiiert worden ist, ausgesprochen. Ebenso spontan hat sich auch der Landesvorsitzende der ÖDP Klaus Mrasek aus Amberg bereit erklärt, detailliert über die Ziele des Volksbegehrens zu informieren. Es geht darum, Regelungen im bayerischen Naturschutzgesetz zu verankern, die die Artenvielfalt retten. 

Die Kernforderungen: die bayernweite Vernetzung von Lebensräumen für Tiere; die Erhaltung von Hecken, Bäumen und kleinen Gewässern in der Landwirtschaft; der Erhalt und die Schaffung naturnaher Randstreifen entlang fließender und stehender Gewässer; der geförderte Ausbau der ökologischen Landwirtschaft; die erste Mahd auf zehn Prozent aller Grünlandflächen erst nach dem 15. Juni; die pestizidfreie Bewirtschaftung aller staatlichen Flächen; die Aufnahme des Naturschutzes in die Ausbildung von Land und Forstwirten.

Nicht zuletzt verweist Mrasek auf die Enzyklika „Lautato si“ von Papst Franziskus, in der er sich im Abschnitt III dem Verlust der biologischen Vielfalt widmet. So verwundert es nicht, dass der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ebenfalls das Volksbegehren unterstützt.

In der anschließenden Diskussion bedauerte ein Mitglied des LBV den Rückgang aller Vögel in den letzten Jahrzehnten um mehr als 50 Prozent. Bodenbrüter wie Feldlerche und Rebhuhn sind in unserer Region nahezu ausgestorben. Auch die Situation in der Landwirtschaft wird diskutiert. Einer der Hauptgründe für den Artenschwund im ländlichen Raum ist die starke Intensivierung der Landwirtschaft. Wichtig ist hierbei, einen Teil der Fläche aus dem Hochleistungsdruck herauszunehmen und insbesondere kleinere Landwirte durch finanzielle Anreize zum Umstieg auf den biologischen Landbau zu motivieren.

Für das Volksbegehren kann man sich vom 31. Januar bis 13. Februar im Hirschauer Rathaus eintragen. Die erweiterten Öffnungszeiten sind der Presse zu entnehmen.